Unser Dirigent

Prof. Gerd Guglhör ist Dozent für Ensemble-Leitung, Stimmkunde und chorische Stimmbildung an der Hochschule für Musik und Theater München. 

Prof. Gerd Guglhör ist Dozent für Ensemble-Leitung, Stimmkunde und chorische Stimmbildung an der Hochschule für Musik und Theater München. 

 

Biographie

Gerd Guglhör, geb. 1952, studierte von 1973-1977 an der Musikhochschule in München Schulmusik, darin integriert Chorleitung bei Kurt Suttner und Max Frey. Ein Meisterkurs bei Fritz Schieri rundete seine Ausbildung ab. 

Von 1980 bis 1995 leitete er den großen gemischten Chor des Akademischen Gesangvereins München.
1982 gründete er den orpheus chor München, ein semi-professionelles Ensemble, mit dem er eine umfangreiche Konzerttätigkeit pflegt. Dazu kommen Wettbewerbe, zahlreiche Rundfunkaufnahmen und seit 1995 auch CD-Produktionen.

Seit 1993 unterrichtet er als hauptamtlicher Dozent für Ensemble- und Chorleitung, Stimmkunde und chorische Stimmbildung an der Hochschule für Musik und Theater München.

Regelmäßig wird er als Referent für chorische Stimmbildung und Chorleitung verpflichtet:
1993 Stimmbildung bei den evangelischen Kirchenmusiktagen in München,
1994 Chorische Improvisation bei der Werkwoche der evangelischen Kirchenmusik.
Im Januar 2007 gab er mit seinem Buch „Stimmtraining im Chor - eine systematische Stimmbildung" im Helbling-Verlag ein Standardwerk auf diesem Fachgebiet heraus.

1995 wurde er zum Leiter von BACHChor & Orchester Fürstenfeldbruck ernannt.

Seit 1999 obliegt ihm zudem die künstlerische Leitung der Bayerischen Singakademie, aus der 2007 die Bayerische Chorakademie mit Landesjugendchor und Singakademie entstand.


Gerd Guglhör

Ein Glück für Bruck

Pressestimme (Süddeutsche Zeitung vom 2.1.2000):

Gerd Guglhör leitet den Brucker Bach-Chor und das Bach-Orchester erst seit wenigen Jahren, doch was es seither an hervorragenden, geradezu beglückenden Aufführungen nicht nur Bachscher und Händelscher Oratorien gab (etwa ,,Jephta" erst vor kurzem), sondern auch an hochinteressanten Programm-Kombinationen wie Messen aus dem 18. Jahrhundert zusammen mit Geistlicher Musik aus dem 20. Jahrhundert (Arvo Pärt/Mozart oder John Rutter/Haydn) bleibt allen lebhaft in Erinnerung, die dabei waren.

Dass sich der Bach-Chor die von Guglhör beredt vermittelten Errungenschaften der historischen Aufführungspraxis und das Wissen um die "Klangrede", also um die Beziehungen zwischen Worten und Tönen wie den lebendigen Sprachcharakter der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts so schnell zu eigen machte, spricht ebenso für die Ausführenden wie für ihren Dirigenten.

Doch Guglhör leitet mit dem Münchner Orpheus-Chor auch ein hochrangiges semi-professionelles Ensemble und war im Vorjahr in der Münchner Markuskirche mit einem spannenden Marc - Antoine - Charpentier - Programm zu hören. Erst vor ein paar Wochen hatte dort die Aufführung der zu Unrecht fast vergessenen Marienvesper des Monteverdi-Schülers Francesco Cavalli großen Erfolg. Hoffen wir also, dass der ausgezeichnete Pädagoge, der leidenschaftliche Dirigent und der ebenso passionierte wie neugierige Musiker Guglhör (er leitet ab Januar auch die Bayerische Singakademie) noch lange der Arbeit mit seinen so unterschiedlichen Ensembles treu bleibt.

Der Beginn des neuen Jahrtausends steht ganz im Zeichen des 250. Todstages von J. S. Bach: So wird Guglhör u.a. in Sankt Bernhard mit dem Bach-Chor am 26. März die Matthäus-Passion aufführen - ein Ereignis, für das man getrost den Urlaub verschieben sollte. 

Klaus Kalchschmid