Kritik A. Dvoràk "Stabat Mater" 2010

Süddeutsche Zeitung (Fürstenfeldbrucker Teil), 06. April 2010

Dvoráks Werk im Brucker Stadtsaal

'Stabat mater' aus einem Guss

Bach-Chor und Bach-Orchester mit lang anhaltendem Beifall belohnt

Fürstenfeldbruck - Für sein 'Stabat mater' wählte Antonín Dvorák einen sehr verinnerlichten Tonfall und vermied jeden Anklang an opernhafte Gestik. Ohne konkreten Auftrag schuf er eine der umfangreichsten Vertonungen dieser Textvorlage für den Konzertsaal und wurde dazu möglicherweise von eigenen biographischen Erlebnissen motiviert. Im Gegensatz zu den an Handlung und Emotionen reichen Passionstexten in den Evangelien handelt es sich beim 'Stabat mater' um eine in der Stimmung weitgehend einheitliche Marienklage, die zunächst für die Privatandacht vorgesehen war.

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